Die Digitalisierung am DOG schreitet voran

Die Coronapandemie zeigte im letzten Jahr schonungslos die Stärken und vor al-lem die Schwächen der digitalen Ausstattung aller Schulen. Besonders groß war der Handlungsbedarf am Deutschorden-Gymnasium. In einem gemeinsamen Kraft-akt der Stadt Bad Mergentheim als Träger und der Schule ist daher in den letzten Monaten die Digitalisierung des DOG vorangetrieben worden. Wichtige Maßnahmen bildeten die Installation eines neuen Servers, die Bereitstellung von WLAN in allen Klassenzimmern oder die Einrichtung interaktiver Tafeln in den Klassenzimmern. Zu den schon zu Beginn des Schuljahres eingerichteten sechs Smartboards sind in den Pfingstferien 19 weitere dazugekommen.
Doch die finanzielle Investition in Hardware allein schafft noch keinen Fortschritt. Für die Anwendungen wurden zahlreiche Fortbildungen organisiert, in denen Lehrkräfte nicht nur in die Tafeln eingewiesen wurden, sondern auch Lehrer und Schüler im Umgang mit den wichtigen Programmen zum Fernunterricht geschult wurden. Dies ist umso wichtiger, da selbst bei abklingenden Infektionszahlen nach wie vor einige Schüler im Fernunterricht bleiben und nun direkt am Unterricht teilnehmen können. Ihre Klasse können diese Schüler dann bei einer Zuschaltung über eine in die Tafeln integrierte Kamera aus der Lehrerperspektive sehen. Doch auch in einer Zeit nach Corona kann die nun eingebaute Technik erweiterte Mög-lichkeiten bieten. So können beispielswiese nicht nur Schüler während einer Rehamaßnahme dem Unterricht aus der Distanz folgen, sondern auch aktiv daran teilnehmen. Ein Schüleraustausch kann ganz anders vorbereitet oder bei Projekten sogar mit anderen Schulen zusammengearbeitet werden. Die SMV hat in der Digitalisierung schon die Möglichkeit zur Fernnachhilfe entdeckt und bietet Unterstüt-zung bei technischen Fragen an.
Für die Mitglieder der Digitalisierungsgruppe ist das Potenzial der Digitalisierung aber noch lange nicht ausgeschöpft. Hier wird perspektivisch weiter geplant und Visionen entwickelt. Dazu tragen auch die Erfahrungen mit den Schülern bei, die nun endlich wieder in den Präsenzunterricht kommen dürfen. So haben einige Hef-te und Ordner abgelegt und verwalten ihre Mitschriften auf einem Tablet. Arbeitsblätter brauchen deshalb nicht mehr kopiert werden, sondern eine Bereitstellung auf der Lernplattform reicht. Alle dort gespeicherten Materialien können auch nicht mehr verloren gehen. Diese Arbeitsformen setzen aber auch eine einheitliche Ausstattung der Lehrkräfte voraus, die immer noch nicht erfolgt ist. Weitere anstehende Schritte sind die Beschaffung und der Einsatz von fachspezifischer Software für die einzelnen Fächer. Erste große Schritte sind somit gemacht, viele kleine müssen und werden noch folgen.