Fly me to the Moon - Studienfahrt der JGS12 nach Wien

Wie jedes Jahr waren die Sommerferien mal wieder viel zu kurz und schon in der ersten Schulwoche nach den Ferien flog uns das Wort „Abitur“ von unseren Lehrern viel zu oft um die Ohren. Doch glücklicherweise war uns dank der Organisation von Herrn Schürle noch ein paar Tage Auszeit vergönnt und am Montag, den 19. September, machten sich einige Schüler der zwölften Klasse gemeinsam mit Familie Schürle, Familie Wirker, Herr Fahlke und dem Busfahrer Bernd auf den Weg zur Hauptstadt Österreichs: Wien (Oder, wie wir nach unserer Ankunft feststellten: Würzburg 2.0. Dort stand einfach die Würzburger Residenz).
Auf der langen Busfahrt dorthin machten wir neben mehreren kleinen Pausen einen empfehlenswerten Zwischenstopp im Kloster Melk. Neben einem netten Café, in dem wir guten Kaffee, aber keine heiße Schokolade bekamen, gab es dort auch die berühmte Melkerstiftskirche zu besichtigen. Wenn wir aber mal ehrlich sind, kannte kaum jemand von uns Schülern dieses barocke Weltkulturerbe. Gegen 18 Uhr kamen wir dann aber endlich in Wien an. Mit dem Check-in beim A&O-Hostel an der Stadthalle endete an diesem Tag schon das geplante schulische Programm. Alle ausgehungerten jungen Erwachsenen stürmten wild verstreut in alle möglichen Richtungen, um etwas zu essen zu finden. Am beliebtesten waren Ferhat Döner, Schnitzelwirt 52 und Peter Pane. Einige mussten vorher aber noch eine kleine Shopping-Tour über sich ergehen lassen, damit auf dem weiteren Weg auch wirklich niemand erfrieren musste. Und wie es sich vermuten lässt, endete der Tag damit für die diesjährigen Abiturienten noch lange nicht: Während die einen es sich noch gemeinsam in ihren Zimmern gemütlich machten, startete für die anderen eine aufregende Kneipentour, natürlich alles im Rahmen des JSG!

Am nächsten Morgen trafen sich alle ab 7 Uhr zum Frühstück und bei der Platzsuche trug es sich ähnlich wie auf einem Harry Styles Konzert zu: Zeitnah einen Platz zu finden, glich einem Wunder. Ab 8 Uhr ging es dann mehr oder weniger pünktlich (dank eines Zimmers) mit einer Stadtrundfahrt los. Souverän bahnte uns Bernd einen Weg durch den belebten Stadtverkehr und neben architektonischen Meisterwerken konnten wir laut der Führerin sogar die von Soldaten bewachte iranische Botschaft betrachten. Oder war es doch die Botschaft des Irak? Na ja, ist doch eh fast das Gleiche, lernten wir von ihr. Nach einer aufregenden Busfahrt kamen wir dann in der Hundertwasser-Village an. Es war nett hier, aber waren sie schon mal in Baden-Württemberg? Als nächsten Programmpunkt stand Schloss Schönbrunn auf dem Plan. Dort haben wir, während wir die schönen Zimmer besichtigten, an einer Audio-Guide-Tour teilgenommen und haben uns alle wichtigen historischen Informationen natürlich gut eingeprägt. Ein herausragendes Highlight war die Hintergrundmusik.

Allmählich wurde es zur Gewohnheit, seine Freizeit abends im Café Europa zu genießen. Einige von uns wurden in dem Club-ähnlichen Laden im Laufe der Tage zu richtigen Stammgästen und freundeten sich sogar mit dem Barkeeper an.

Am Mittwochmorgen machten wir uns auf den Weg zum Zentralfriedhof, auf dem bedeutende Persönlichkeiten begraben liegen. Unter anderem kann man dort das Grab von Ludwig van Beethoven, Franz Schubert und Falco besichtigen. Im Anschluss besuchten wir noch das Haus der Musik, bevor wir unseren Abend wieder frei gestalten durften. Mit einem Besuch der Wiener Volks- und Staatsoper war viel für zusätzliche kulturelle Erfahrung getan. Unter anderem genossen vier Schüler das musikalische Spektakel La Cenerentola (Rossini), eine von Aschenputtel inspirierte Operette.

Die Studienfahrt nach Wien bereicherte unsere Stufe mit historischen, kulturellen und sozialen Aspekten. Allerdings sollte man ja bekanntlich gehen, wenn es am schönsten ist. Leider taten wir das aber schon am darauffolgenden Tag. Am Donnerstagmorgen fuhren wir nach dem Frühstück wieder in die Heimat. Doch unsere schöne Zeit endete nicht in Wien, vielmehr setzten wir sie auf der Busfahrt noch weiter fort. Es war eine außergewöhnlich gute Stimmung, während wir zu Klassikern wie „Fly Me To The Moon“ (Herr Schürles Lieblingslied) oder „Bohemian Rhapsody“ gemeinsam sangen.
Unser Ausflug nach Wien schweißte unsere Gruppe unheimlich zusammen. Positiv gestimmt und erholt (nach dem Ausschlafen am Wochenende) konnten wir entspannt und sorgenfrei in unser letztes Schuljahr starten. Wir danken den Organisatoren für die wunderschöne Zeit.